Anatomische Lagebezeichnungen und Begriffe

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Orientierung am Körper
 
dorsal – rückenwärts 
ventral – bauchwärts 
kranial – kopfwärts 
kaudal – steißwärts 
medial – zur Mitte hin 
lateral – zur Seite hin 
proximal – näher zum Körperstamm 
distal – weiter vom Körperstamm 
anterior – vorne 
posterior – hinten 
inferior – unterhalb, unten 
superior – oberhalb,oben 
 
 
Orientierung an den Gliedmaßen 
 
proximal(is) – näher am Rumpf 
distal(is) – entfernter vom Rumpf 
dorsal(is) – zum Hand- bzw. Fußrücken hin oder gehörig 
palmar(is) – zur Handinnenfläche hin oder gehörig 
plantar(is) – zur Fußsohle hin oder gehörig 
radial(is) – zum Radius(Speiche) hin gelegen 
ulnar(is) – zur Ulna (Elle) hin gelegen 
fibular(is) – zur Fibula (Wadenbein) hin gelegen 
tibial(is) – zur Tibia (Schienbein) hin gelegen 
 
 
Bezeichnung von Körperebenen 
 
Medianebene – Ebene, die den Körper in eine rechte und linke Körperebene teilt. 
Sagittalebene – Alle Ebenen, die parallel zur Medianebene liegen 
Frontalebene / Koronarebene – Zur Stirn parallel verlaufende Ebenen 
Transversalebene / Axialebene – Senkrecht zur Körperachse verlaufende Ebenen 
 
 
Wichtige Begriffe 
Adenom – kugelförmige, knotige Gewächse des Drüsengewebes (gutartig, Vorkommen z.B. in der Brust) 
Aneurysma – Umschriebene Ausweitung eines Gefäßes , am häufigsten Arterien 
Angiographie – Darstellung von Gefäßen mit bildgebenden Methoden. 
Röntgenolog. Darstellung (konventionell und CT ) nach Injektion von röntgendichtem Kontrastmittel. Im MRT gelingt die Darstellung des Blutes und damit der Gefäße auch ohne Kontrastmittel (KM). Arteria – Schlagader, führt Blut vom Herzen weg (Abk.: A., Mehrzahl Aa.) A. mesenterica superior – Schlagader, die von der Bauchaorta abgeht den Dünndarm und einen Teil des Dickdarmes versorgt (Abk.: A.mes.sup.) 
A. mesenterica inferior – Schlagader die unterhalb der A.mes.sup. ebenfalls aus der Bauchaorta entspringt und den anderen Teil des Dickdarmes versorgt 
A.lienalis – Milzarterie aus dem Truncus coeliacus (erstes großes Gefäß der Bauchaorta) 
Acetabulum – Gelenkpfanne im Beckenskelett, die den Oberschenkelkopf aufnimmt. Beide zusammen bilden ein Hüftgelenk 
Antetorsion – Fehlstellung des Oberschenkelhalses nach ventral (in Grad) (allgemein Drehung nach vorne) 
Benigne – gutartig (maligne ist das Gegenteil: eine bösartige Krebserkrankung) (Kontrastmittel)
Bolus – hochkonzentrierte Welle eines Kontrastmittels, Bolus eigentlich Kloß / Klumpen 
Bronchus – Luftröhrenzweig 
Bronchoskopie – (-endoskopische) Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien 
bronchial – zum Bronchus gehörig (z.B. Bronchialbaum) 
Cerebrellum – Kleinhirn, Zentralorgan für Koordination der Bewegungen und den Gleichgewichtssinn 
Cerebrum – Großhirn (größter Teil des Gehirns, Ort der Intelligenz, Sprachverarbeitung, -bildung, Sehen, Motorik, Emotionen) 
Corpus callosum – Balken; nierenförmiges Struktur, die die beiden Großhirnhälften (links und rechts) verbindet. Stellt sich in T1-gewichteten Bildern sehr hell dar. 
Corticalis – Rinde z. B. Gehirn, Knochen, Niere, Nebenniere 
Cranium – Schädelknochen 
CT – Computertomogramm 
CTAP – CT bei arterieller Portographie (Ein Plastikschlauch wird von der Leiste in eine Bauchschlagader, meist A. mes. sup. eingeführt und über diesen Kontrastmittel injiziert. Nachdem das Kontrastmittel den Darm passiert hat, werden Aufnahmen mittels CT angefertigt, so dass die Pfortader optimal kontrastiert ist.) 
Dura (mater) – äußere Hirnhaut, direkt unter der Schädeldecke und teilweise mit dieser verwachesen, (=harte Hirnhaut) 
EBCT – Electron Beam CT 
Embolie – Verstopfung eines Gefäßes durch einen Embolus (Material, das nicht an dieser Stelle entstanden ist) z.B. Luft, Fett, Gewebsbestandteile
Emphysem – Aufblähung durch Gase (zumeist Luft), 
Lungenemphysem: Luft in der Lunge ist vermehrt. 
endoskopisch – Untersuchung von Köperhöhlen durch eine optische Einrichtung 
Femur – Oberschenkel (Knochen) 
Fibrom – gutartiger Tumor, der überwiegend aus Bindegewebe besteht und aus diesem entstanden ist 
Fibrose – Vermehrung von Bindegewebe (z.B. in der Lunge durch Umbauprozesse, die den Gasaustausch erschweren) 
Galaktographie – Darstellung der Milchgänge der Brustdrüse mit Kontrastmittel (KM) 
Gyrus – Windung, meistens Hirnwindung 
Hippokampus – Struktur im Großhirn, an der Innenseite der Temporallappen gelegen, oft Zentrum von Veränderungen, die Epilepsien auslösen. Kann allerdings auch als Folge der Epilepsie verändert sein = Hippokamussklerose in vitro – anhand von Präparaten (bei bildgebenden Verfahren ist oft eine sehr viel höhere Qualität als bei in vivo Daten zu erwarten, da eine beliebig hohe Strahlung angewendet werden kann und keine Bewegungen auftreten) 
in vivo – am lebenden Menschen (bei bildgebenden Verfahren kann das bedeuten, dass Artefakte durch die Atmung, den Herzschlag oder Patientenbewegungen auftreten) 
intrakranial – innerhalb des Hirnschädels 
intravenös – in die Venen (kurz iv für intravenöse Medikamentengabe, d. h. das Medikament wird in eine Vene gespritzt) 
ischämische Bereiche – minderdurchblutete Bereiche (in Folge von Embolien oder Thrombose), kann zum Infarkt führen, falls die Ischämie ausgeprägt ist. 
Karzinom – bösartige Geschwulst epithelialen Ursprung, häufigster Krebstyp (ein gutartiger epithelialer Tumor heißt Adenom) 
Läsion – Verletzung, Störung 
stellar – sternförmig 
fokal – herdförmig 
Liquor (engl. cerebro spinal fluid, CSF) – Hirnflüssigkeit, die in den Hirnkammern und um das Gehirn / Rückenmark enthalten ist. Ähnlich der Lymphflüssigkeit. 
maligne – bösartig 
Mammographie – Röntgenaufnahme der Brust 
Mediastinum – mittl. Teil der Brusthöhle vom Brustbein bis zu den Brustwirbelkörpern (Steht in der Mitte zwischen den Lungenflügeln) 
mediolateral – von der Mitte zur Seite 
Melanom – bösartige Geschwulst der Haut (Hautkrebs), von den 3 Hautkrebstypen der bösartigste 
Meningen – Hirnhaut bzw. Haut des Rückenmarks, Überbegriff für die verschiedenen Hirnhautbereiche (siehe auch Dura mater und Pia mater) 
Mikroverkalkung (engl. microcalcification) – kleine, in Gruppen auftretende Verkalkungen, Anzeichen für Brustkrebs in einer Mammographie 
Nekrose – Absterben von Gewebe- bzw. Organteilen, z.B. in Folge von Verbrennungen, unterbrochener Gefäßversorgung oder Tumorerkrankungen 
oblique – schief, schräg 
Parenchym – Funktionsgewebe eines Organs 
Pathologie – krankhafte Veränderung, Lehre von den Krankheiten 
Perfusion – Durchströmung des Körpers oder von Organen 
Pfortader – Führt venöses, nährstoffhaltiges Blut aus Magen, Darm, Pankreas und Milz in die Leber 
Pia Mater – Innere, weiche Hirnhaut (siehe auch Meningen) 
Pleura – Lungenfell, man unterscheidet parietale ,der Thoraxwand anliegende und viscerale ,der Lunge aufliegende Pleura. Dazwischen Pleuraspalt. 
pulmonal – zur Lunge gehörend 
Rundherd – rundliche, verdichtete Zone in radiologischen Aufnahmen 
Sarkom – Bösartige Bindegewebs-, Muskel- oder Knochengeschwulst (Krebs) 
Shunt – Kurzschluss zwischen Gefäßen , in der Regel zwischen Arterien und Venen oder z.B. Verbindung zw. Pfortader und Hohlvene zur Entlastung bei Pfortaderdruckerhöhung. Oder Dialyseshunt: ein künstlich erzeugterKurzschluss zwischen einer Schlagader und Vene um eine stark durchblutete Vene zu erzeugen, aus der das Blut für die Blutwäsche entnommen werden kann. 
Screening – Untersuchung einer großen Gruppe gesunder Personen, mit dem Ziel eine häufig vorkommende und lebensbedrohliche Erkrankung frühzeitig (vor dem Auftreten von Symptomen) zu diagnostizieren (z.B. Mammographie-Screening zur Brustkrebsfrüherkennung) 
Sensitivität – Eigenschaft eines diagnostischen Verfahrens eine vorliegende Erkrankung zu erkennen, wird in Prozent angegeben (Zahl der Patienten, bei denen eine Erkrankung korrekt erkannt wurde/Zahl der untersuchten Patienten, die diese Erkrankung aufweisen) 
Spezifität – Eigenschaft eines diagnostischen Verfahrens eine Erkrankung auszuschließen, wird in Prozent angegeben. (Zahl der Patienten, bei denen eine Erkrankung fälschlicherweise angenommen wird/ Zahl der Patienten, bei denen die Krankheit angenommen wird.) Eine erhöhte Spezifität geht mit einer geringeren Sensitivtät einher und umgekehrt. 
Septum – Scheidewand, z.B. zwischen Lungensegmenten 
Spongiosa – Schwammartiges Gewebe z.B.im Knochen 
Stenose – Verengung, Einengung, z.B. bei Gefäßen 
Stereotaktische OP – gezielte, schonende Operation unter Zuhilfenahme von Lokalisationsgeräten z.B. bei Operationen an kleinen, tiefliegenden Gehirnstrukturen 
temporal – zur Schläfe gehörend 
Thorax – Brustkorb 
Tomographie – Schichtbildaufnahme 
Ventrikel – Kammer, z.B. im Hirn, Herz. Ventriculus gastricus oder Magenventrikel ist der Hauptteil des Magens

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