Herz-Rhythmusstörungen Thx Roadreaper

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Definition 
Herzrhythmusstörungen sind prinzipiell in bradycarde, tachycarde und arrhythmische Frequenzstörungen einzuteilen je nach topographischem Ursprung werden atriale und ventrikuläre Rhythmusstörung unterschieden die Diagnostik erfolgt durch das Oberflächen-EKG in seltenen Fällen auch durch elektrophysiologische Untersuchungen 
 
Äthiologie 
Reizbildungsstörungen 
normotope Arrhythmien 
heterotope Arrhythmien 
Reizleitungsstörungen 
Blockbilder 
AV-Blockierungen 
Tachycardien 
Reentrytachycardien 
Vorhofflimmern 
Kammertachycardien 
 
häufige Rhythmusstörungen im klinischen Alltag 
absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern/-flattern hierbei liegen eine unkoordinierte Erregungsbildung im Vorhof vor, die immer wieder auf erregbares Gewebe trifft der somit permanente unkoordinierte erregte Vorhof (Frequenz 350 600/min.) verliert seine Kompressorfunktion und unterschiedlich oft werden Vorhofimpulse auf den AV-Knoten weitergeleitet brady- und tachycarde Herzfrequenzen sind die Folge 
aus den Vorhöfen 
Anarchie im Vorhof Frequenz deutlich über 300/min häufige Überleitung 
immer alle Schläge und Ableitungen ansehen 
Entstehung meist in den Pulmonalvenen ankommen im linken Vorhof 
20 bis 30 % Verlust der Leistung im Vorhof 
Gefahr der Thromben und thrombembolischen Geschehen Vorhofohrverschluss 
 
Medikamention 
Amiodaron 
Multaq nur bis NYHA II 
Verapamil 
Digitalis wirkt am AV-Block 
keine Beta-Blocker 
 
Therapie 
elektrische Cardioversion 
 
supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolen 
es werden hierbei aus ektopen Zentren Erregungen gebildet, die je nach topographischer Lokalisation im Vorhof oder Ventrikel zu typischen Bildern im EKG führen 
typisch für die Extrasystolie sind das Auftreten der postextrasystolische Pause und im Falle eines ventrikulären Zentrums der EKG-morphologische Unterschied zur regulären Systole 
 
supraventrikulär 
Merkmale schmaler Kammerkomplex veränderte oder verschwundene P-Welle postextrasystolische Pause P negativ P unterschiedlich Gewebe nicht erregbar für andere Impulse Sinusimpuls ist geblockt 
 
Behandlung 
eher selten hämodynamisch nicht relevant 
ventrikuläre Extrasystole 
Erregung kommt aus dem Ventrikel 
 
Pause Pulsschlag nicht zu fühlen 
 
Salven behandeln mit Amiodaron teilweise selbstlimitierend dann erst einmal …..Abwarten……… kontrollieren 
jedes Antiarrhythmikum kann Rhythmusstörungen auslösen 
 
AV- Überleitungsstörungen 
diese Form der Reizleitungsstörungen wird in drei Grade eingeteilt und führt gelegentlich zu Synkopen und zur Herzinsuffizienz 
 
Grad 1 
AV- Überleitungsverlängerung 
 
Grad 2 
Ausfall einzelner Erregungsüberleitungen von dem Vorhof auf die Kammer Mobitz I und II 
 
Grad 3 
totale Leitungsunterbrechung vom Vorhof auf die Kammer ventrikulär wird häufig ein Ersatzrhythmus gebildet 
 
Überleitungsstörung vom Vorhof zur Kammer unterschiedlichen Ausprägungsmaßes 
 
AV-Block I° P-Q-Strecke verlängert über 0,2 sec. auf jedes P folgt eine Kammerantwort kein Krankheitswert Vorsicht bei Beta-Blocker Digitalis Amiodaron 
 
AV-Block II° 
Mobitz I Wenckebach PQ-Zeit verlängert sich Schlag fällt aus P hat immer gleichen Abstand = relative Schrittmacher Indikation 
 
AV-Block II° 
Mobitz II Ausfall eines Kammerkomplexes P-Abstände immer gleich plötzlich und unerwartetes eintretendes Fehlen einer Vorhof-Kammer-Aktion 
Schrittmacher-Indikation, wenn Patient Klinik entwickelt 
Blockbilder das Gewebe, das nicht kontrahiert, ist in der Lage sich zu kontrahieren Impuls wandert von der kontrahierten Seite zur anderen Blockbild heißt, eine Faser ist blockiert 
Veränderungen, die auf eine Leitungsstörung hinweisen, im Bereich der Tawara-Schenkel 
 
Linksschenkelblock 
Extremitätenableitung plumpe QRS-Komplexe 
V1 tiefes S V6 zeltförmige QRS-Komplexe QRS 0,128 sec Erregung kommt von der rechten Seite versorgt breite Muskelmasse 
 
Rechtsschenkelblock V1 + 2 M-förmiger QRS-Komplex V6 tiefes S T-Welle verschmilzt mit aufsteigendem S 
 
bei Lungenembolie keine wesentlichen Veränderungen in der Extremitätenableitung supraventrikuläre und ventrikuläre Tachycardien es liegt eine heterogene Gruppe von Tachycardien vor, die auf gesteigerte Aktivität (Vorhofflimmern), gesteigerte Autonomie (Kammertachykardie) oder kreisenden Erregungen (AV-Reentry-Tachycardie) basieren 
 
AV-Knoten-Reentry-Tachycardie kreisende Erregung im Bereich Vorhof Kammerebene Puls geht retrograd P-Impuls kommt langsam Adenosin WPW schnelle Faser hinterm QRS-Komplex vorm T 
 
Behandlung 
Ajmalin 
 
Therapie nach den pharmakologischen Wirkmechanismen werden die Antiarrhythmika in 4 Klassen unterteilt 
Natriumkanalblocker verlängern das Aktionspotenzial 
 
Ajmalin verkürzen das Aktionspotenzial 
 
Lidocain beeinflussen die Dauer des Aktionspotentiales unwesentlich Flecainid 
Beta-Blocker Metoprolol 
Kaliumkanalblocker Amiodaron Calciumantagonisten Hemmung des langsamen Ca-Einstromes 
Verapamil 
nicht alle vier Gruppen miteinander kombinieren Letalität 
 
Therapieoptionen 
absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern/-flattern 
Beta-Blocker 
Amiodaron 
Ablationstherapie 
Vorhofkontraktilität wiederherstellen 
supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolien zurückhaltend ggf. ICD 
 
AV- Überleitungsstörungen 
Antiarrhythmika absetzen Ursachenforschung 
 
supraventrikuläre und ventrikuläre Tachycardien 
keine Ajmalin 
Amiodaron 
Beta-Blocker 
ICD Ablationstherapie

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