Myokardinfarkt und PTCA ( Thx Roadreaper )

You are here:
< Back

Definition 
der Myokardinfarkt ist eine ischämische Myokardnekrose meist auf dem Boden einer hochgradigen Koronararterienstenose oder eines Verschlusses derselben 
Inzidenz 100 300/10 000/Jahr 
die Pathogenese basiert auf einer Arteriosklerose mit Plaquebildung, Plaqueruptur und konsekutivem thrombembolischen Verschluss der Koronararterie 
 
Plaquebildung 
in den Koronarien kommt es zu einer Verschlechterung der Intima 
 
Klinik 
Angst 
Schmerzsymptomatik nicht primär zum Herzinfarkt 
Buddenbrook Syndrom 
Kieferschmerz 
beim Herzinfarkt intensiver, oft länger anhaltender Thoraxschmerz 
Angina pectoris gelegentlich mit Dyspnoe und Angst einhergehend 
typisch ist die Auslösbarkeit der Symptomatik durch körperliche Anstrengung 
eine vegetative Begleitsymptomatik ist ebenso möglich 
wie Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfälle 
bei Diabetikern und älteren Menschen können auch sogenannte stumme Infarkte auftreten ca. 20 % 
 
Diagnostik 
klinische Untersuchungsmethoden 
körperliche Untersuchungen 
Blässe 
Ödeme 
Dyspnoe 
Auskultation 
 
Apparative Untersuchungsmethoden nicht invasiv 
EKG 
Langzeit-EKG 
Ergometrie 
Echokardiographie 
Stress-Echokardiographie 
Kardio-CT 
Kardio-MRT 
Myokardszintigramm 
 
invasiv 
Koronarangiographie 
Rechtsherzkatheter 
elektrophysiologische Untersuchungen 
Ablationen 
 
Labor 
Troponin I und T 
funktionelle Struktur der Herzmuskelgewebe 
CK-MB 
Myoglobin 
GOT 
GPT 
LDH 
mit typischem Verlaufsmuster 
 
Zeitachse 
Troponin steigt zuerst an und bleibt am längsten nachweisbar noch nachweisbar, wenn andere Enzyme sich normalisieren 
CK steigt nach ca. 6 h an 
nach ca. 8 h steigen GOT und GPT an 
LDH steigt nach ca. 12 h an 
 
EKG STEMI (Stadium I) und non-STEMI mit Zuordnung der Lokalisation rechter Ventrikel geht in V1 und V2 unter nach rechts rüber kleben Echokardiogramm Wandbewegungsstörungen 
 
Stadien des Infarktes 0 oder 1 in den ersten 15 Minuten nach Ereignis bradycarde Herzrhythmusstörungen kein Muskeluntergang Erstickungs-T zeltförmig kein Untergang des Myokards 
 
DD
Hyperkaliämie 
 
1 oder 2 STEMI ST-Hebung ST-Strecke erhöht 
Kirchturm mit Kapelle 
 
2 oder 3 T-Negativierung R-Verlust ST-Strecke geht runter Q geht in S über Ausbildung von Q Eintritt von Narbenbildung R verschwindet Repolarisierungsstörung negatives T 
 
3 oder 4 Narbenbildung T wieder positiv R Verlust kein aktives Lebendgewebe mehr vorhanden Narbenstadium T-Repositivierung Pardee-Q bei Herzinfarkt auftretendes tiefes, breites Q beim Hinterwandinfarkt in Ableitung III liegt vor, wenn die Breite der Q-Zacke größer als 0,04 Sekunden ist und seine Tiefe größer als der höchsten R-Zacke tritt auf ausgeprägter Vorderwandinfarkt Ableitung I und aVL Hinterwandinfarkt Ableitung III und aVF V1 bis V2 Septumableitung V3 bis V4 Vorderwand V5 bis V6 Seitenwand gesucht wird ST-Hebung evtl. auch alte Infarktzeichen 
 
Regeln Vorderwandinfarkt V(2),3 V4 (5) I aVL Hinterwandinfarkt wird nicht in Brustwandableitungen dargestellt II III aVF NSTEMI T-Negativierung deszendierende ST-Strecke auch bei Zustand nach Myokarditis Ischämie Erregungsrückbildungsstörungen EKG allein reicht beweisen nicht aus 
 
3 Kriterien 
Klinik 
EKG 
Labor 
 
wenn 2 Kriterien zutreffen, gilt Patient als Infarkt-Patient 
 
Untersuchungsbefunde 
gelegentliches Perikardreiben und Galopprhythmus Galopprhythmus 
3. Herzton Zeichen für Herzinsuffizienz pulmonale Stauung 
 
Therapie 
praeklinisch 
Acetylsalicylsäure ASS 
Heparin 
 
klinisch 
Monitoring 
Sauerstoffgabe (Wenn Dypnoe oder SPO2 <94%. Bei Normaler Oxygenisierung ist O2 Therapie Kontraindiziert)
Heparin 
ASS 
Clopidogrel 
Beta-Blocker 
Nitropräparate 
ACE-Hemmer 
 
nach 24 Stunden Reperfusionstherapie 
Akut-PTCA ggf. mit Stentversorgung intrakoronare Lyse mit PTA tissue-type plasminogen activator oder Streptokinase 
 
Komplikationen 
Rhythmusstörungen 
Kammerflimmern 
AV-Block 
 
Therapie 
Antiarrhythmika 
Pacertherapie 
 
Linksherzinsuffizienz und kardiogener Schock 
Therapie 
Vor- und Nachlastsenkung 
Nitrate 
Diuretika Beta-Blocker 
Dobutamin 5 10 µg/kg KG/min ggf. Noradrenalin 
intraaortale Ballon-Gegenpulsation IABP 
Nierenersatzverfahren CVVHDF 
Dialyse 
PTCA perkutane transluminale Coronarangioplastie = Dilatation einer Koronarstenose bzw. eines Verschluss mittels Ballonkatheter, häufig mit Stentimplantation Stent Gefäßstütze aus Edelstahl mit oder ohne medikamentöse Beschichtung 
Rout-Ablation auffräsen langstreckiger Verkalkungen 
Extraktionskatheter absaugen des Thrombus 
 
Indikationen 
Verdacht auf KHK 
instabile Angina pectoris 
Verdacht auf Herzinfarkt 
typische Angina pectoris 
EKG-Veränderungen 
Anstieg der Herzenzyme 
pathologische Belastungsuntersuchung 
stumme Ischämie 
Herzinsuffizienz unklarer Ursache 
unklare rezidivierende Thoraxschmerzen 
bekannte KHK 
zunehmende Angina pectoris trotz Medikation 
Postinfarktangina Angina pectoris nach Bypass-Op 
Angina pectoris nach perkutaner Coronarintervention 
unklare Herzinsuffizienz 
Kontrolle bei KHK nach Infarkt 
ACVB Klappenersatz auch vor Op 
 
Vorbereitung 
Patient nüchtern 
Leistenrasur wegen Punktion der A. femoralis 
schriftliches Einverständnis 
Aufklärung durch den Arzt 
 
Labor 
Gerinnung 
Harnstoff 
Kreatinin 
Elektrolyte 
TSH T3 T4 
 
Durchführung 
Coro Stenose erkannt Draht wird durch Stenose geschoben Ballonkatheter 30 bis 90 Sekunden aufblasen 4 bis 20 bar stenosierendes Material wird in Intima gedrückt ggf. Stenose mit Hilfe des Ballonkatheters in Wand gedrückt um Restenosierung des Gefäßes zu vermeiden erneute Kontrastmittelgabe = Kontrolle Stentlage und ob Gefäß offen 
 
Komplikationen während PTCA 
Gefäßverletzung 
Dissektion der Coronararterien 
akuter Gefäßverschluss 
Herzrhythmusstörungen 
Kammerflimmern 
Bradykardien auch vasovagal 
Lungenödem 
Hypotension bei Herzinsuffizienz 
Kontrastmittelreaktion 
Perforation der Coronarien 
Perikardtamponade 
Blutung aus A. femoralis nach Fehlpunktion oder A.Radialis 
Ruptur akuter Verschluss 
Herzrhythmusstörungen 
Minderdurchblutung 
Gefäßspasmen 
Insult 
 
Komplikationen nach PTCA 
Blutung auch A. femoralis oder A.Radialis
auch retroperitoneal 
hypovolämischer Schock 
vasovagale Reaktion bei Ziehen der Schleuse bzw. Anlegen des Druckverbandes 
Extremitätenischämie 
Blässe 
Schmerz 
Pulslosigkeit 
Schwellung 
bei Punktion der A. femoralis gilt auch für Punktion von A. brachialis zusätzlich Gefahr der Schädigung des N. medianus 
Angina pectoris 
Reverschluss des dilatierten Gefäßes 
Herzrhythmusstörungen meist Reperfusionsarrhythmien 
Verschlechterung einer vorbestehenden Niereninsuffizienz durch Kontrastmittelgabe 
kontrastmittelbedingte allergische Reaktion 
Allergie 
 
Nieren 
Kontrastmittel ist nierentoxisch viel Flüssigkeit trinken Infusion 
Re-Verschluß 
 
Nachsorge 
immer an einem Bettplatz mit Monitorüberwachung bei Komplikationen/schwierigen Prozederen/frischen Gefäßverschlüssen = akuter Herzinfarkt Verlegung auf die Intensivstation 
 
Überwachung nach PTCA 
punktierte Extremität 
periphere 
Pulse 
Hautfarbe 
Temperatur 
Vitalparameter 
EKG 
Blutdruck 
SpO2 
Coronarangiograpie-Protokoll lesen Verlauf der Prozedur weiteres Procedere 
 
Medikation 
Plavix 
Aggrastat 
Integrillin 
ReoPro 
Heparin 
Analgesie Sedierung 
 
Schleusengröße 5 F 6 F 7 F 
Druckverband 
ab wann und wie lange 
Liegedauer 
Besonderheiten während der Untersuchung 
Komplikationen 
Patienteninfo über mögliche Veränderungen der betroffenen Extremität 
Schmerzen 
Kribbeln im Bein 
Blutung nach außen 
Bewusstseinskontrolle/Compliance des Patienten 
Bettruhe betreffendes Bein gestreckt halten Seitenlagerung möglich ggf. Lagerungskissen 
Analgesie laut AVO 
Ernährung viel trinken wenn kardiale Grunderkrankung es erlaubt sonst nüchtern bis Schleuse entfernt werden kann 
 
frischer Herzinfarkt zunächst nüchtern 
Ziehen der arteriellen Schleuse durch den Arzt 20 bis 30 Minuten Kompression ggf. länger manuell oder Femostop bis Blutung steht
Liegezeit des Druckverbandes nach Ansage des Untersuchers abhängig von Größe der Schleuse Gerinnungssituation des Patienten 
alternativ Verwendung eines speziellen arteriellen Verschlusssystems 
Atropin bereithalten wegen möglicher vasovagaler Reaktion 
Blutdruckintervall 5 10 Minuten 
regelmäßige Kontrolle 
Femostop Druckverband 
Compliance des Patienten berücksichtigen 
Entfernen des Druckverbandes 
Inspektion Palpation der Einstichstelle nach Entfernung des Druckverbandes 
Auskultation Patienteninfo über körperliche Schonung für 7 Tage 
elektive Coronarangiographien ohne PTCA werden heutzutage häufig ambulant durchgeführt die Patienten erhalten einen Druckverband werden einige Stunden am Monitor überwacht und noch am selben Tag entlassen werden arterielle Verschlusssysteme wie Angio-Seal oder Star-Close verwendet verkürzt sich die Zeit der Bettruhe es entscheidet der Untersucher wann die Patienten mobilisiert werden dürfen

Do NOT follow this link or you will be banned from the site! Scroll Up

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Bekannterweise bieten die einzelnen Browser in der Regel ihren Benutzern auch die Möglichkeit Cookies zu deaktivieren. wie dies bei deinem jeweiligen Browser funktioniert kannst Du vom Hersteller erfahren. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen